Im Justizia-Fokus: Whatsapp!

Die aktuelle Datenschutzdiskussion ist in aller Munde. Datenschutz ist wichtig – keine Frage, doch nachdem die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) mit einer zweijährigen Übergangsfrist am 25.05.2018 nun ’scharf‘ geschaltet wurde, überschlagen sich die Meldungen und Ereignisse fast im Stundentakt und man kommt als Selbstständiger und Nutzer von sozialen Medien, Messenger Diensten und Erheber persönlicher Daten, dies zusätzlich auch noch als beruflicher Verfechter der digitalen Fotografie, eigentlich gar nicht mehr vom Schreibtisch weg. Ein ständiges Studieren von Rechtstexten, Statements und der damit einhergehenden Aktualisierung von AGB, Datenschutzichtlinien oder der Online-Präsenz ist zwingend erforderlich und kostet nicht nur viel Zeit sondern eben auch viel Geld. In mir, aber nicht wirklich tief, schlummert zudem die arge Befürchtung, dass es noch schlimmer kommt, wenn in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren die rechtskräftigen Urteile anrollen. Zwei Urteile sind bereits gefallen. 

Zunächst hat es nun, für viele aber nicht unerwartet, den Messenger Dienst Whatsapp rechtskräftig erwischt – er ist jetzt offiziell illegal! Dies betrifft aber nicht nur die gewerbliche, sondern eben auch die private Nutzung und dabei kann auch schon mal der oder die Ex mit einer Abmahnung um die Ecke schlendern. Was der bekannte und fachkundige Anwalt Christian Solmecke aus Köln zum aktuellen Urteil und den Auswirkungen auf die Nutzung von whatsapp sagt, siehst du hier:

Auch die FEE hat sich entschlossen whatsapp zunächst nicht mehr für berufliche Zwecke zu verwenden. Ab sofort wird den FEE Kunden die Nutzung des Messengers von Threema für den Pics2Smart Service oder die allgemeine Kommunikation ans Herz gelegt. Trotz aller Sensibilität im Umgang mit persönlichen Daten, darf man sich aber durchaus und völlig berechtigt die Frage stellen, ob wir demnächst auch wieder mit Kutschen fahren werden. Welche Auswirkungen dies auf die Wirtschaft im Gesamten haben wird, dass wollen wir uns jetzt doch noch nicht wirklich vorstellen, oder? Zumindest habe ich die Hoffnung, dass ich als Fotograf in allzu ferner Zukunft bei meinen Kunden noch keine Augenbinde, wie die halbnackte Waagenträgerin vor den Gerichten, tragen muss!