Goldesel DSGVO – ein Statement

Wohl kaum ein geldwerter Marktplatz hat sich seit der File-Sharing-Abmahnungsflut vor ein paar Jahren in kürzester Zeit so rasant entwickelt, wie der der DSGVO. Aber Weihnachten kommt ja für die meisten von uns auch immer verdammt überraschend, ganz nach dem Motto „Ja, ist denn etwa schon DSGVO?“ – danke Franz!

Es drängt sich einfach das ungute und schwer im Magen liegende Gefühl auf, dass viele Anwälte und auch so manche Vereinigung (und wie gerne würde ich hier Namen nennen) die Verunsicherung wie eine bewusstseins erweiternde Droge aufsaugen und noch zusätzlich anheizen, um einzig und allein die eigene Familie gut über den nächsten Winter zu bringen! Ein wahres #Hashtag Gewitter, ein europäischer #SEO Krieg, gespickt mit vielen Halbwahrheiten, als neues, blühendes Marketingtool entdeckt und wissentlich gestreut, manche, und dies ist in meinen Augen als noch viel unfassbarer zu bewerten, aus reiner und somit leider erschreckender Inkompetenz der studierten Advokaten heraus. Leider zu oft tot geschwiegen – ist aber so!

Fakt ist: Es wird an wesentlichen Informationen gespart oder es werden absichtlich falsche gestreut. Am Ende steht immer ‚Sie müssen auf jeden Fall reagieren – rufen Sie uns an!‘ unter dem Strich und damit eine zunächst gesalzene Rechnung auf der eigenen Soll und ein prallgefüllter Weihnachtsbraten auf der anderen Haben-Seite. Angst und Verunsicherung beeinflussen eben nicht nur gravierend die Börsenwerte an den Märkten weltweit, sondern seit dem 25.05.2018 auch täglich die vielen Selbstständigen in der EU. Der mögliche Weg zum Anwalt scheint bei einer Abmahnung dann scheinbar unabdingbar. Gut beraten ist der, der vorab durch Kompetenz gut beraten wurde. Die Wahl, das Auffinden eines fachlich gut sortierten Anwalts ist mindestens genauso schwer, wie einen vertrauenswürdigen Partner fürs Leben zu finden! Aber man stelle sich vor, man gerät an einen dieser geldgeilen Idioten oder eine dieser Heil versprechenden Institutionen für Gewerbetreibende – die auch rückwirkend tätig werden (bitte unbedingt das Kleingedruckte lesen!). Grrrrr… Zumindest die #FEE kann jederzeit auf einen kompetenten Rechtsbeistand, der auch schon seit Jahren für uns tätig ist, zurückgreifen.

Dabei ist aber auch nicht zu vergessen – der Abmahnende trägt im Moment das größte Risiko, es sei denn man hat tatsächlich keine Datenschutzerklärung auf seiner Webseite, oder weist in dieser nicht auf Google-Analytics hin oder hat ein unzureichendes Impressum. Dann ist die Sachlage selbstredend klar und man ist wirklich selber schuld – zu Recht! Das war aber auch schon vor der DSGVO so. Was aber in aller Munde ist trägt eben noch die meisten und prallsten Früchte, dies aber leider bei den Falschen – es war aber auch nicht anders zu erwarten. Wenn man klug ist, bleibt man cool – die Gerichte werden in den nächsten Monaten und Jahren darüber entscheiden.

Diskutieren wir nicht über die DSGVO – ob überzogen, nicht wirklich realisierbar oder nur mit viel und kostspieligem Mehraufwand verbunden. Grundsätzlich ist der Datenschutz eine feine Sache und wird auch schon, was z.B. Fotos angeht seit einer Dekade von der Feenstaub Entertainment Eventfotografie gelebt und gepflegt. Kein inflationäres Streuen von Fotos und die Nutzung von Kundendaten nur auf die absolut relevanten und wichtigen administrativen Tätigkeiten beschränkt – das absolute Muss! Auch ohne gesetzliche Regelung sollte dies zum Tagesgeschäft nicht nur eines Fotografen sondern eines jeden Unternehmers zählen!